Was ist CM?

Critical Mass in den Medien

Ein netter Gastbeitrag der örtlichen Tageszeitung. Schaut es euch an.

Cheers

Was ist die Critical Mass?

Was ist die Critical Mass?

Sie ist ein nicht organisiertes Spektakel in Form einer privaten Radtour, mit dem Ziel, dem Verkehrsmittel Fahrrad eine größere Popularität zu verschaffen. Sie ist keine Demonstration im Sinne der geltenden Rechtsordnung.
Demonstrationen haben einen Veranstalter, das hat die Critical Mass nicht. Die Critical Mass ist weder eine Firma noch eine Partei noch ein Verein noch sonst irgend eine Organisation und hat darum also weder Mitglieder noch eine Verwaltung noch eine Kasse. Sie wird getragen von ganz und gar unabhängigen Einzelpersonen die nichts miteinander verbindet, außer die persönliche Freundschaft und das gemeinsame Interesse: Fahrrad fahren. Gesteuert wird die Critical Mass nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz, einen Chef hat sie nicht.
Diese Feststellung ist wichtig! Denn wäre die Critical Mass eine Demonstration, dann müßte sie angemeldt und genehmigt werden und könnte auch nur im Rahmen der behördlichen Auflagen stattfinden, falls sie nicht sogar untersagt wird. Eine Radtour hingen kann man nicht untersagen, ebensowenig wie man dem Menschen das Atmen verbieten kann.
Allerdings haben die Teilnehmer einer Critical Mass dafür auch einige Rechte nicht, die man Demonstranten gewährte: sie dürfen keinerlei Demonstrationswerkzeug mitführen, also keine Fahnen, keine Banner, keine Plakate und auch keine Megaphone, et cetera. Ebenso gibt es keinen abgesperrten Weg, will heißen, die Critical Mass fährt im Rahmen der Straßenverkehrsordnung. Auf das alles ist unbedingt zu achten, damit der private Charakter einer Critical Mass nicht von amtswegen zum Zwecke der Untersagung negiert werden kann.

Was will die Critical Mass?

Das ist schnell gesagt: Fahrrad zeigen! Und davon möglichst viele an einem Tag und an einem Ort. Der Sinn dieser Aktion ist, das Fahrrad als integralen Bestandteil des Straßenverkehrs erfahrbar zu machen, es also als Fahrzeug unter Fahrzeugen vorzuführen. Überdies soll es selbstverständlich auch eine Werbung für das Fahrrad sein, die uns sagen will: fahr doch einfach mal mit!
Warum brauchen wir die Critical Mass?
Bei Beobachtungen des Straßenverkehrs fällt immer wieder auf, daß Radfahren dort gefährlich ist wo es nur wenige Fahrräder hat, während überall dort, wo Fahrräder die kritische Masse (das ist das Stichwort!) erreichen bzw. überschreiten das Radfahren eine der sichersten Fortbewegungsarten überhaupt ist. Das liegt daran, weil Autofahrer erfahrungsgewäß positiv auf die kritische Masse reagieren, denn wenn erstmal genügend Fahrräder da sind, so daß diese als normal wahrgenommen werden, richten Autofahrer sich ganz automatisch darauf ein, ohne daß man sie mit irgend einer Vorschrift dazu zwingen müßte.
Diese kritische Masse ist erreicht, wenn 16 Fahrräder auf der Fahrbahn (also nicht auf dem Radweg!) fahren. Es ist die Absicht der Critical Mass, diese ktritische Masse wenigstens einmal im Monat zu zeigen, stets verbunden mit der Hoffnung, daß das Fahrrad möglichst bald zum ganz normalen Straßenbild gehören möge.
Und nicht vergessen: das schulden wir unter anderem auch der Umwelt, in der wir schließlich leben und die erhalten werden muß, damit wir selbst erhalten bleiben!

Ist die Critical Mass autofeindlich?

Klare Antwort: definitiv nein! Die Critical Mass ist fahrradfreundlich, für wahr, aber sie ist niemandem feind. Sie kann und will das Auto nicht verdrängen, vielmehr streben die Akteure der Critical Mass ein einver¬nehmliches Miteinander von Kraftfahrern und Radfahrern an, nämlich zum Wohle von beiden.
Na jaaa, ein bißchen einschränken vielleicht. Denn jede zweite Autofahrt geht erfahrungsgemäß über eine Kurzstrecke von weniger als 5km, und dafür ist das Ding nunmal suboptimal. Warum soll man für so einen Katzensprung nicht das Fahrrad nehmen? Ja, und eben dafür wirbt die Critical Mass.

Wieso geht das nicht auf Radwegen?

Weil Autofahrer da nicht gucken! Autofahrer haben ihre Augen nahezu ausschließlich für die Fahrbahn, denn dort sind die anderen Fahrzeuge auf die sie achten müssen. Radwege befinden sich außerhalb ihres Wahr¬nehmungs¬horizonts, die sehen sie einfach nicht. Ganz China könnte auf so einem Radweg unterwegs sein ohne sonderlich aufzufallen, nie und nimmer kann da eine kritische Masse draus werden.
Und weil Radwege im Widerspruch zur üblichen Folklore alles andere als sicher sind! Die Zahlen, auch die ganz offiziellen solchen (zum Beispiel die vom Bundesamt für Straßenwesen (BASt), et cetera), weisen aus, daß ca. drei von vier toten Radfahrern Radwegbenutzer waren, und das ist ja wohl deutlich genug!?
Daß uns dennoch Radwege weiterhin als sicher verkauft werden, ist unverständlich; das hat mit Logik gar nichts zu tun sondern ist Ideologie in Reinkultur.

Wer ist Critical Mass?

Ganz einfach: jeder der mitmacht. Man muß nirgends beitreten, sich nicht einmal registrieren, wird also auch nicht Mitglied noch zahlt man einen Beitrag, und ein Spendenkonto gibt es auch nicht. Man setzt sich einfach aufs Fahrrad und fährt mit, so einfach geht das.

Das Echo

Aus der Presse bezüglich der letzten Critical Mass in Oldenburg!

Bericht von NWZ Online

Foto auf: www.nwz-online.de
Foto: www.nwz-online.de